Juni 14, 2010 von drzehnle
Wir möchten unseren Service für Sie noch weiter verbessern.
Daher waren wir schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer neuen
Praxislokalität. Da wir diese gefunden haben, freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie uns
ab 14. Juni 2010 im Ortszentrum von Scharnhausen, in der Ruiter Str. 7
(schräg gegenüber der Rathaus Apotheke, direkt gegenüber vom Parkplatz an der Feuerwehr) finden.

Unsere neuen Praxisräume bieten eine Reihe von Verbesserungen für unsere Patienten:
- mehrere Parkplätze in Praxisnähe, auch für Behinderte
- barrierearmer Zugang zur Praxis durch eine Aufzuganlage
- vergrößerte Praxisfläche
Wir freuen uns, Sie auch dort wieder bei uns begrüßen zu dürfen!
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Juni 3, 2010 von drzehnle
Wer möchte nicht einmal für eine längere Zeit im Ausland leben – andere Kulturen kennen lernen, fremde Sprachen vertiefen und seinen Horizont erweitern. Viele junge Erwachsene erfüllen sich diesen Wunsch und verbringen als Student, Schüler, Au-Pair oder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres mehrere Monate in einem anderen Land – gern auch fern der Heimat. Auf die Checkliste der Vorbereitungen für solche Auslandsaufenthalte gehört in jedem Fall auch eine reisemedizinische Beratung. Diese sollte genutzt werden, um den nach deutschem Impfkalender empfohlenen altersspezifischen Impfschutz zu komplettieren und mit den für das Reiseziel empfohlenen Schutzimpfungen zu ergänzen.
Dabei sollte daran gedacht werden, dass einige Länder für Jugendliche und junge Erwachsene, die Gemeinschaftseinrichtungen besuchen möchten, bestimmte Impfungen vorschreiben. So spielt beispielsweise der Schutz vor invasiven Meningokokken-Erkrankungen international eine große Rolle. Eine Reihe von Ländern wie Großbritannien, die Niederlande und Kanada fordern den Nachweis der Impfung gegen Meningokokken C von Schülern und Studenten – und somit auch von Gastschülern aus Deutschland. Da diese Impfung bei uns erst seit 2006 für alle Kinder im 2. Lebensjahr empfohlen wird, fehlt den meisten deutschen Jugendlichen dieser Schutz.
Auch bei einem Studium in den USA sollte die Meningokokken-Impfung nicht vergessen werden. Dort wird die Impfung mit Konjugatimpfstoff gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y für alle Studienanfänger, die in Studentenwohnheimen oder ähnlichen Unterkünften leben, empfohlen. Und an mehreren Universitäten wird eine tetravalente Impfung sogar verlangt. Seit einigen Wochen ist erstmals auch in Europa ein entsprechender Meningokokken-Konjugatimpfstoff für die Impfung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 11 Jahren zugelassen. Die hohe Immunogenität, eine verlängerte Schutzdauer und die Möglichkeit der Auffrischung (Booster) sind gute Argumente, diesen Impfstoff für die Impfung junger Erwachsener zu empfehlen.
(Aus: CRM-Newsletter vom 02.06.2010)
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April 12, 2010 von drzehnle
Ist es wahr, dass Herzinfarkt eine Männer-Erkrankung ist? Leider nein. Nur präsentiert sich eine koronare Herzkrankheit (Verschlusskrankheit der Herzkranzgefäße) bei Frauen häufig anders als bei Männern.
Welche Anzeichen sind bei Frauen häufig für eine koronare Herzkrankheit?
Frauen haben leider seltener als Männer eine typische „Angina pectoris“ mit reifenartigen, drückenden Schmerzen im vorwiegend linken Brustbereich und der Innenseite des linken Oberarms.
Stattdessen tritt häufig Übelkeit auf, auch Erbrechen, Oberbauch- oder „Magenschmerzen“. Ebenso kann Atemnot oder Kurzatmigkeit bei Belastung auf eine koronare Herzerkrankung hinweisen. Schulterschmerzen können links-oder auch rechtsseitig auftreten.Auch Kiefer- oder Rückenschmerzen sind nicht selten. Typischerweise treten alle diese Beschwerden unter körperlicher und psychischer Belastung vermehrt auf. Sie können aber auch in Ruhe auftreten.
Bei Frauen wie bei Männern ist eine koronare Herzerkrankung häufiger bei Übergewicht, Diabetes und Bewegungsmangel. Vielfach häufiger sind Raucherinnen als Nichtraucherinnen betroffen. Leider geben Frauen auch seltener das Rauchen auf als Männer. Frauen sind in der Regel beim Auftreten eines Herzinfarktes ca. 10 Jahre älter als Männer.
Was ist wichtig bezüglich der Risikofaktoren?
Ein erhöhtes Cholesterin spielt bei Frauen aufgrund der anderen Hormonspiegel als bei den Männern im Blick auf das Herz weniger eine Rolle. Insbesondere ist das Gesamt-Cholesterin bei den Frauen weniger wichtig als bei den Männern. Erhöhte Triglyzeridspiegel (Neutralfette) sind bei Frauen ein bedeutender Risikofaktor. Diabetes ist bei Frauen noch ein gefährlicherer Risikofaktor als bei Männern. Die Menopause ist ein Risikofaktor, d.h. das Herzinfark-Risiko steigt also nach den Wechseljahren. Die Hormonersatztherapie kann davor nicht schützen.
Bewegungsmangel ist bei Frauen wie bei Männern ein wichtiger Risikofaktor für einen Herzinfarkt.
Eine komplette (!) Alkoholabstinenz ist bei Frauen ein Risikofaktor.
Eine psychische Belastung spielt bei Frauen eine größere Rolle für das Auftreten einer Angina pectoris als bei Männern. Leider wird aber auch die Angina pectoris häufig als psychosomatisches Beschwerdebild verkannt.
Welches sind die häufigsten Beschwerden bei einem akuten Herzinfarkt bei Frauen?
Die häufigsten Beschwerden sind Nacken- oder Rückenschmerzen, Atemnot, allgemeines Schwächegefühl, Oberbauchschmerzen mit Übelkeit und/oder Erbrechen. (Linksseitige) Brustschmerzen fehlen in bis zu 40% der Fälle.
Wie schnell wird ein Herzinfarkt bei Frauen erkannt?
Viele Herzinfarkte vor allem bei jüngeren Frauen bleiben unerkannt. Sie können zum Beispiel als „Gastritis“ (Übelkeit) oder „Asthma“ (Atemnot) maskiert sein. Diese „stummen“ Infarkte zeigen sich in späteren EKGs durch Veränderungen.
Die Beschwerden können auch „scharf“ oder „brennend“ statt drückend sein und werden daher häufig verkannt. Daher und aus anderen Gründen haben Frauen beim Auftreten eines Herzinfarktes eine schlechtere Prognose als die Männer.
Was folgt daraus?
Da wir Frauen in bezug auf das Herz schlechtere Karten haben als die Männer:
Am besten lässt „frau“ es gar nicht erst soweit kommen und beugt der koronaren Herzkrankheit vor durch
- Nicht rauchen
- Gewicht halten
- regelmäßig Bewegung
- regelmäßig Entspannung
- mäßig (!) Alkoholgenuss
Veröffentlicht in Herzerkrankungen | Getaggt mit Angina pectoris, Atemnot, Übergewicht, Bewegung, Bewegungsmangel, Blutdruck, Fettstoffwechselstörung, Frau, Frauen, Herz, Herz-Gefäß-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzerkrankung, Herzinfarkt, Herzinfarkt-Risiko, Hoher Blutdruck, koronare Herzkrankheit, Nichtraucher, Rauchen, Risikofaktoren, Triglyzeride, Triglyzeridspiegel | Kommentar schreiben »
März 21, 2010 von drzehnle
Bei der sogenannten „Pille“, d.h. der hormonellen Kontrazeption per Tabletten, wird bis zu einem gewissen Grad die hormonelle Veränderung in der Schwangerschaft simuliert. Insbesondere wird die Konzentration der Östrogene künstlich erhöht.
Auch in der Schwangerschaft steigt das Thrombose-Risiko an. Dies ist in gewissem Maße physiologisch, da bei der Geburt ein hoher Blutverlust zu erwarten ist (Plazenta-Ablösung). Bei Patientinnen mit Schwangerschafts-Bluthochdruck tritt eine Thrombose wesentlich häufiger auf, ebenso bei Schwangeren, die rauchen. In den 14 Tagen nach einer normalen Entbindung ist das Thromboserisiko um das 25-fache erhöht, bei Kaiserschnitten (Sectiones) sogar bis auf das 50-fache des allgemeinen Thromboserisikos gesunder junger Frauen.
Mit den Pillen der ersten Generation bekam „Frau“ täglich 75-100 ug eines synthetischen reinen Östrogens. Dies ging mit einer um das 11-fache erhöhten Thrombosegefahr einher. Dann kamen die Pillen der zweiten Generation, die ein Gestagen (Levonorgestrel, Norethisteron) enthielten, und weniger als 50 ug synthetische Östrogene. Diese Pillen erhöhten das Thrombose-Risiko nur noch um das 4-fache.
Die Entwicklung der Pillen der dritten Generation (< 30 ug Östrogene) mit den Gestagenen Desogestrel oder Gestoden führte leider wieder zu einem erhöhtem Thromboserisiko vom 8-fachen desjenigen junger gesunder Frauen, die die Pille nicht nahmen. Das geringste Thrombose-Risiko haben also Frauen zu erwarte, die Pillen mit einer mittleren Östrogenkonzentration zwischen 30 und 50 ug einnehmen.
Das Thromboserisiko steigt außerdem an durch Immobilisation, d.h. z.B. bei längeren Zug-, PKW-Fahrten oder Langstreckenflügen oder Ruhigstellung eines Beines im Gips nach einem Knochenbruch. Daher wird heute in der Chirurgie Wert auf eine frühzeitige Mobilisierung der Patienten gelegt und in der Zeit um die Operation auch schützende Heparine injiziert.
In den Wechseljahren und vor allem danach steigt das Thromboserisiko nochmals an, und zwar bis auf das 10-fache des Risikos junger Frauen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum Hormone in den Wechseljahren nur zurückhaltend und bei starken östrogenmangelbedingten Beschwerden, wie z.B. Hitzewallungen, eingesetzt werden sollten.
Ist ein routinemäßiges Blutgerinnungs-Screening (per Blutabnahme) also sinnvoll vor Einnahme der „Pille“?
Ein Screening ist auf jeden Fall all denen jungen Frauen zu empfehlen, die die Pille nehmen wollen und in deren Familien gehäuft Thrombosen aufgetreten sind. Da jedoch das nicht in allen Fällen so klar ist, ist jungen Frauen, welche die Pille nehmen wollen, sicherheitshalber ein Thrombophilie-Screening zu empfehlen, welches wenigstens die häufigsten Blutgerinnungsstörungen umfasst: den Gerinnungs-Routinewert aPTT, den APC-Resistenz-Test und die Bestimmung der AT III-Aktivität. Dieses Screening ist jedoch nur bei Verdacht auf eine solche Blutgerinnungsstörung (familiäres Vorkommen, typische Symptome einer Thrombose) Kassenleistung, jedoch durchaus eine sinnvolle Sache
Generell kann Thrombosen natürlich entgegengewirkt werden durch Halten eines normalen Gewichts (BMI 20-25 kg/m²), durch regelmäßige Bewegung und durch ein mutiges Nichtraucher-Dasein. Frauen, die auf die Pille nicht verzichten wollen, sollten, sofern es gynäkologischerseits vertretbar ist, eine Kontrazeption mit einer günstigeren Pillensorte durchführen.
Veröffentlicht in Verhütungsmittel | Getaggt mit Antibabypille, Östrogene, Befruchtung, Blutgerinnung, Blutung, Desogestrel, Einnahme, Gestagen, Heparine, Hormone, Kontrazeptivum, Levonorgestrel, Nichtraucher, Norethisteron, Pille, Rauchen, Thrombose, Thromboserisiko, Verhütungsmittel, Wechseljahre | Kommentar schreiben »
März 19, 2010 von drzehnle
Bei ungefähr der Hälfte der Weltbevölkerung findet sich ein Vitamin-D-Mangel. Dies ist hauptsächlich auf eine verminderte Sonneneinwirkung der Haut zurückzuführen. Die Aufnahme per Nahrung von Vitamin D ist generell zu gering, um einen ausreichenden Vitamin-D-Status aufrechtzuerhalten. In den letzten Jahren wurde gezeigt, dass die meisten Zellen und Gewebe des Körpers Vitamin D-Rezeptoren besitzen, was darauf hinweist, dass sie auch Vitamin D benötigen zu ihrer Funktionstätigkeit. Vitamin D hat ein breites Wirkungsspektrum. Niedrige Vitamin D-Spiegel werden in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, malignen oder autoimmunen Erkrankungen gefunden, wobei noch bewiesen werden muss, inwieweit diese Zusammenhänge ursächlich bestehen. Dem Vitamin D wird eine entscheidende Rolle bei der Skelettentwicklung zugeschrieben und daher Säuglingen und Kleinkindern zur Verhinderung der Rachitis gegeben.
Ein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Diabetes mellitus und Bluthochdruck wurde nachgewiesen. Vitamin-D-Mangel zeigt ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle an.
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel geht mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einher.
Wo wird Vitamin D gebildet?
Vitamin D wird großteils durch die Einwirkung von UV-B-Strahlung in der Haut gebildet. Die Aufnahme von Vitamin D mit der Nahrung spielt eine untergeordnete Rolle. In der Haut entsteht durch UV-Strahlung das Provitamin D, welches in Vitamin D3 umgewandelt wird. Die weitere Umwandlung in 25-Hydroxyvitamin D wird durch ein Enzym der Leber katalysiert (beschleunigt). Dann entsteht durch einen Enzymprozess in der Niere die wirksamste Form des Vitamin D. Sonneneinstrahlung, gute Leber- und Nierenfunktion sind also wichtig für die Bildung von Vitamin D.
Wie kann Vitamin D gemessen werden?
Der Vitamin D-Spiegel kann aus dem Blut bestimmt werden bei der Blutabnahme. Der Vitamin-D-Spiegel ist in der Regel keine Kassenleistung, wenn keine Symptome bestehen.
Wie hoch ist die optimale Vitamin-D-Konzentration?
Die optimale Vitamin-D-Konzentration ist nicht genau bekannt. Eine Konzentration von mindestens 30 ng/ml ist notwendig, um negative Folgen eines zu niedrigen Vitamin-D-Spiegels, wie z.B. verminderte Knochendichte, Muskelschwäche mit erhöhtem Sturzrisiko oder erhöhtes Darmkrebs-Risiko zu verhindern. Vitamin D hat generell antientzündliche Wirkungen. Die optimalen Vitamin-D-Werte liegen vermutlich zwischen 36 und 40 ng/ml, eventuell sogar höher. Zu hohe Dosen führen zu einem Anstieg des Kalziumspiegels im Blut, was gefährlich sein kann. Wann das aber auftritt, d.h. ab welchen Dosen, ist unklar.
Wie verändert sich der Vitamin-D-Spiegel im Alter?
Im Alter nimmt die Menge der Vitamin-D-Produktion in der Haut ab. Dazu kommt noch, dass sich viele ältere Menschen nicht mehr so häufig an der frischen Luft (Sonne!) aufhalten. Daher besteht bei vielen älteren Menschen Vitamin-D-Mangel, der z.B. brüchige Knochen und Osteoporose begünstigen kann. Vitamin-D-Mangel schwächt auch die Muskulatur.
Wie kann ein Mangel an Vitamin D behandelt werden?
Vitamin D kann durch Nahrung vermehrt zugeführt werden. Nahrungsmittel, die reichlich Vitamin D enthalten, sind in erster Linie fette Fische (Lachs!) sowie Eier und Milchprodukte. Multivitamintabletten enthalten oft in wechselnder Dosierung auch Vitamin D in mehr oder weniger effektiven Dosen. Gezielter lässt sich hier mit hochdosierten Vitamin-D-Präparaten behandeln, die täglich bis 14-tägig eingenommen werden können. Sie sind vor allem bei Patienten mit bereits erniedrigter Knochendichte angezeigt. Aber auch bei Menschen mit erhöhtem Risiko für einen Vitamin-D-Mangel (z.B. Altenheimbewohner) können diese Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein, z.B. zur Vorbeugung von Stürzen.
Schlussfolgerung: Vitamin D wurde bisher eher unterbewertet. Eine regelmäßige Einnahme bzw. ein normal bis hoher Vitamin-D-Spiegel im Organismus kann vorbeugend wirken in der Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Autoimmunerkrankungen und auch bösartigen Erkrankungen wie Darmkrebs.
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März 10, 2010 von drzehnle
Maßnahmen zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels
Gewichtsreduktion
Die wichtigste Maßnahme bei erhöhten Cholesterinwerten ist: Senken Sie Ihr Gewicht! Dies führt sukzessive zu einer allmählichen Entfettung der Leber. Dadurch wird auf Dauer auch das „schlechte“ LDL-Cholesterin etwas niedriger. Parallel dazu produziert die Leber dann wieder vermehrt „gutes“ Schutz= HDL-Cholesterin. Die „schlechten“ LDL-Partikel werden dadurch aus der Blutbahn, wo sie eine Arteriosklerose begünstigen können, entfernt.
Ballaststoffreiche Ernährung
Durch den Verzehr von ca. 3 EL Haferkleine zum Frühstück wird das nächtlich in der Gallenblase gesammelte Abfallcholesterin der Leber gebunden und über den Darm ausgeschieden. Dadurch wird eine Rückaufnahme aus dem Darm verhindert und das Cholesterin abgesenkt. Auch Apfelpektin, Guakernmehl und Glukomannose (Konjakmehl) haben diese Eigenschaft.
Vermeidung gesättigter tierischer Fettsäuren
Ein überreichlicher Verzehr von gesättigten tierischen Fettsäuren (fette Fleischwaren, Käse und Milchprodukte) führt u.a. zu einer Fettleber und dadurch auch zu einem erhöhten Blut-Cholesterinspiegel. Tauschen Sie deshalb tierische Fette in Ihrer Nahrung gegen gesunde pflanzliche Fette aus.
Regelmäßiges Ausdauertraining
Auch regelmäßige Bewegung (z.B. 3 x pro Woche eine Stunde zügiges Spazierengehen) hat durch eine Erhöhung des „guten“ HDL-Cholesterins und Senkung des „schlechten“ LDL-Cholesterins eine positive Wirkung auf den Cholesterinstoffwechsel.
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März 10, 2010 von drzehnle
Was versteht man unter diesem Begriff?
Vielleicht waren Sie bei Ihrem Hausarzt, und er hat Ihnen gegenüber diesen Begriff erwähnt. Der Begriff „metabolisches Syndrom“ bedeutet folgendes:
Mindestens drei der folgenden Kriterien treffen zu:
- Der Bauchumfang beträgt bei Männern mehr als 94 cm, bei Frauen mehr als 80 cm (gemessen in der Mitte zwischen Rippenbogen und Beckenkamm, das ist nicht automatisch die Nabelhöhe!).
- Die Neutralfette (s. dort) betragen mehr als 150 mg/dl.
- Das HDL („gute“ Cholesterin) beträgt weniger als 40 mg/dl.
- Ihr Blutdruck ist höher als 135/85 mm Hg (nach 5 Minuten in Ruhe gemessen).
- Ihr Nüchtern-Blutzucker liegt über 100 mg/dl.
Was sollten Sie in diesem Fall machen?
Ihr Hausarzt veranlasst häufig einen oralen Glukosetoleranztest, d.h. einen Zuckerbelastungstest, um herauszufinden, ob Sie bereits einen Diabetes haben.
Dabei ist der Zwei-Stunden-Wert entscheidend; wenn dieser über 200 mg/dl liegt, haben Sie einen manifesten Diabetes mellitus.
In jedem Fall, ob er positiv oder negativ ist, sollten Sie bei einem metabolischen Syndrom vor allem eins tun: eine allmähliche Gewichtsabnahme anstreben. Ganz wichtig ist zur Unterstützung auch die regelmäßige Bewegung. Dieser fördert die Stabilisierung des (geringeren) Körpergewichtes und trainiert die Muskeln, die ansonsten bei einer Gewichtsabnahme häufig leider ebenfalls schwächer werden. Eine Gewichtabnahme sollte am besten erreicht werden durch drei Hauptmahlzeiten, von denen die eine (vorzugsweise die Abendmahlzeit) kohlenhydratarm-bis frei ist, also mehr Eiweiß und gern noch zusätzlich Vitamine (Gemüse, Salate) enthält. Zwischenmahlzeiten sind passe, da sie einen erhöhten Insulinspiegel aufrecht erhalten im Blut und so eine Gewichtsabnahme verhindern.
Lesen Sie zum Thema „Metabolisches Syndrom“ hier im Blog bitte auch den Beitrag „Abnehmen, Adipositas (2): Das Metabolische Syndrom“.
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März 10, 2010 von drzehnle
Es gibt verschiedene Arten von Blutfetten.
Gesamtcholesterin: sollte in Deutschland bis 200 mg/dl sein. Die Grenzwerte für das Gesamtcholesterin unterscheiden sich jedoch in den verschiedenen europäischen Ländern.
HDL-Cholesterin = high-density-lipid: kann man so ganz grob als das „ gute“ Cholesterin bezeichnen.
LDL-Cholesterin = low-density-lipid: das „schlechte“ Cholesterin, dass sich ( vor allem nachts) in den Blutgefäßen ablagert und später zu Arterienverkalkung führen kann.
Triglyzeride = Neutralfette: auch für diese Werte gibt es Grenzen, die von Labor zu Labor etwas unterschiedlich sind und bei ca. 150mg/dl liegen.
Beim normalen Gesundheitscheck ab 35 in Deutschland wird lediglich das Gesamtcholesterin bestimmt. Das zahlen die gesetzlichen Krankenkassen. Leider gehört nicht zum Checkup, dass auch die Unterfraktionen des Cholesterins und die Neutralfette bestimmt werden. Bei einem deutlich erhöhten Gesamtcholesterin sollten aber auch die „Unterfraktionen“ anschließend bestimmt werden.
Was bedeutet das alles?
Wenn Sie auf dem Laborblatt den Wert „Cholesterin“ finden und er ist über 200 mg/dl hoch, kommt es immer noch auf die Unterteilung an, wie hoch das HDL und das LDL ist. Insbesondere kommt es auf die Höhe des LDL-Cholesterins an. Ist dieses erhöht gegenüber dem Normalwert, haben Sie damit einen Risikofaktor für eine Herz-Kreislauferkrankung wie Herzinfarkt oder Schlaganfall oder Gefäßverschlüsse an den Beinen.
Wie hoch Ihr Gesamtrisiko ist, kann Ihr Arzt Ihnen beim Gesundheitscheck mitteilen. Es gibt dazu verschiedene Scores, anhand derer Ihr Gesamtrisiko berechnet werden kann.
Bei einem Procam-Score über 20 % zum Beispiel sollten Sie einen Blutfettsenker (CSE-Hemmer) einnehmen, da Sie dann zu einer Hochrisikogruppe gehören. Aber:
Dieser CSE-Hemmer nützt im wesentlichen dann etwas, wenn Sie auch Ihre übrigen Risikofaktoren minimieren. Was heißt das?
Lassen Sie das Rauchen sein.
Bewegung durchblutet am besten alle Gefäße und schützt sowohl vor Demenz als auch vor Arterienverkalkung.
Halten Sie Ihr Gewicht auf dem normalen Level (BMI 20-25), damit Sie keinen Diabetes bekommen. Ein Diabetiker hat ein so hohes Risiko für einen Herzinfarkt wie ein Patient, der bereits einen Herzinfarkt hatte!
Versuchen Sie, Entspannungspausen in den Alltag einzubauen. Eine stationäre Reha („Kur“) nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie nachher wieder wie gewohnt loslegen und sich somit physiologische Reserven rauben. Versuchen Sie, Stress zu minimieren; sagen Sie ab und an „Nein!“.
Ein minimaler bis mäßiger Alkoholgenuss ist von Vorteil (max. 400 ml Wein am Tag für den Mann, 300 ml Wein für die Frau).
Was sollten Sie bei der Blutabnahme beachten?
Die vorherige Nahrungsaufnahme beeinflusst die Konzentrationen des Gesamtcholesterins und des HDL-Cholesterins kaum. Das LDL-Cholesterin wird häufig daraus im Labor errechnet nach einer bestimmten Formel. Allerdings sollte für die Ermittlung der Triglyzeride (Neutralfette) eine 12-14stündige Pause nach Nahrungsaufnahme eingehalten werden. Die Blutabnahme sollte also am besten morgens nüchtern durchgeführt werden.
Sind hohe Blutfette vererblich?
Teilweise. Es gibt Menschen, die erben die Neigung zum hohen LDL-Cholesterin von ihrer Familie. Häufig gibt es in solchen Familien auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle.
Andere Menschen erben die Neigung zu erhöhten Neutralfetten leider. Das heißt, schon bei ein wenig Kuchen, Alkohol- oder Süßigkeitengenuss steigen die Neutralfette deutlich an, und vor allem bei Übergewicht. Leider steigt damit auch deutlich das Risiko für einen späteren Diabetes mellitus an.
Wie kann ich erhöhtes Cholesterin beeinflussen?
Ein erhöhtes Cholesterin kann ich nur zum Teil durch die Nahrung und Bewegung beeinflussen. Der größte Anteil (ca. 70%) wird vom Körper selbst synthetisiert (Baustein für Hormone, Vitamine etc.) und ist daher nicht beeinflussbar! Ein kleiner Teil kann durch Normalgewicht und fettärmere Kost beeinflusst werden. Durch Blutfettsenker sinkt der Cholesterinspiegel jedoch deutlich ab. Da aber die Blutfettsenker ebenfalls Nebenwirkungen haben können, ist es ratsam, vorher das Risiko und den Nutzen gegeneinander abzuwägen.
Wie kann ich erhöhte Neutralfette beeinflussen? (bitte auch verlinken mit Triglyzeride/Neutralfett-Artikel)
Erhöhte Neutralfette können gesenkt werden durch eine Kost, die arm ist an einfachen Zuckern, Alkohol und Weißmehl. Die Neigung dazu bleibt allerdings bestehen bei ca. einem Drittel aller Menschen. Auch duch eine moderate Gewichtsreduktion (3-5 kg) tragen Sie erheblich zum Absinken der Triglyzeridspiegel im Blut bei und erniedrigen so auch Ihr Risiko, später an Diabetes mellitus und Arteriosklerose zu erkranken.
s.a. Metabolisches Syndrom
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Januar 27, 2010 von drzehnle
Univ.-Prof. Dr.med. Hans-Georg Predel, Sportmediziner und Prorektor der Deutschen Sporthochschule Köln, berichtete bei der Medizin 2010 am 23.01.2010 in Esslingen:

Professor Hans-Georg Predel von der Kölner Sporthochschule
Die Einsteiger in den Marathonlauf sind meistens über 40 Jahre alt. 70 % sind Männer, häufig handelt es sich um Neu-Einsteiger in den Sport nach einer längeren Pause. Etliche haben gerade mit dem Rauchen aufgehört.
Viele Marathonläufer laufen ohne eine vorherige Untersuchung oder einen Check. Dabei steigt leider das Risiko des plötzlichen Herztodes an.
Die Nebenwirkungen eines Marathonlaufs auf das Kniegelenk sind enorm: Bei einem Läufer von 60 kg Körpergewicht und einer Schrittlänge von 1,5 m wirkt eine Last von 62 LKWs (Lastkraftwagen) à 40 Tonnen Gewicht auf das Knie beim Laufen! Bei einem 80 kg schweren Läufer mit einer Schrittlänge von 1 m sind das 125 LKWs à 40 Tonnen! Daher sind die Kniegelenke bei Marathonläufen sehr gefährdet, zumal die Läufe häufig auf hartem Boden (Stadtgelände) stattfinden. Schon aus diesem Grund sollte man nicht mehr als 2-3 Marathonläufe pro Jahr durchführen.
Anschließend an einen Marathon findet man häufig erhöhte Herzenzyme bei den Läufern. Der Trop-T-Test (sonst typisch für einen Herzinfarkt) kann positiv sein, aufgrund eines „Muskelkaters“ des Herzens. Fazit: Die Sache ist nicht ganz ohne Risiko!
Vor der Aufnahme von Marathon-Läufen empfiehlt sich eine hausärztlich-internistische und orthopädische Abklärung, ob Sie für einen Marathonlauf geeignet sind und ob er für Sie durchführbar ist.
Eine ärztliche Voruntersuchung beinhaltet im wesentlichen folgendes:
- Ganzkörperuntersuchung einschließlich der Kniegelenk- und Wirbelsäulenbeurteilung
- Belastungs-EKG, am besten auch eine Lungenfunktionsprüfung
- Wichtig: eine Echokardiografie (Ultraschall) des Herzens sollte durchgeführt werden zur Sicherheit.
Keine Teilnahme am Marathon bei Infekten!
Zu Ultramarathons ist aus gesundheitlichen Gründen eher abzuraten.
Veröffentlicht in Herzerkrankungen, Sportmedizin | Getaggt mit Hans-Georg Predel, Herz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Herztod, Knie, Kniegelenk, Marathon, Muskelkater, Predel, Sportmedizin | 1 Kommentar »
Januar 3, 2010 von drzehnle
Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung – am besten drei bis fünfmal pro Woche über eine halbe Stunde Ausdauersport, möglichst an der frischen Luft und bis zum Schwitzen. Das stimuliert das Immunsystem.
Gönnen Sie sich ab und an etwas Ruhe. Eine halbe Stunde Ruhepause am Tag fördert die inneren Regulationsmechanismen. Auch eine kurze Mittagsruhe (10-15 Minuten) kann hilfreich für die Regeneration der Kräfte sein, um die Anforderungen des Tages vollends zu bewältigen.
Sorgen Sie bei sich und Ihren Kindern für eine rauchfreie Umgebung. Rauchen führt häufiger zu akuten und chronischen Atemwegsinfekten und zu dauerhaften Veränderungen der Bronchien und der Lunge.
Kalt-Warm-Duschen und Saunagänge härten ab.
Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf vitamin- und mineralreiche Kost.
Bei älteren Patienten (vor allem über 60jährigen) oder Patienten, die an chronischen Krankheiten leiden oder unter vielen Menschen arbeiten, ist eine Grippeimpfung bzw. eine Impfung gegen Lungenentzündung sinnvoll.
Lernen Sie, ab und an „Nein“ zu sagen, und halten sich somit unnötigen Stress fern
Kommen Sie ab und an „zu sich“, pflegen Sie ein Hobby und nehmen Sie sich Zeit dafür!
Achten Sie auf genügend Schlaf. So kommen Sie hoffentlich ohne Erkältung durch das Jahr.
Veröffentlicht in Erkältungskrankheiten | Getaggt mit Gesundheit, Grippe, Immunsystem, Impfung, Stress | Kommentar schreiben »
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